Dieses Jahr beehrt uns mit dem grossen Jan Garbarek der vielleicht quintessentielle Skandinavische Jazzer.

Von Festival da Jazz
7.5.18

Der Skandinavische Jazz geniesst weltweit besonderes Ansehen. Auch am Festival da Jazz spielen jedes Jahr der eine oder die andere Künstlerin aus dem hohen Norden. Dieses Jahr beehrt uns mit dem grossen Jan Garbarek der vielleicht quintessentielle Skandinavische Jazzer.

Asketisch und atmosphärisch tut es der Autodidakt seit Jahren mit grossem Erfolg, vornehmlich mittels Saxophon. Musik die Raum einnimmt, Hubraum quasi. Damit dieser Raum auch gegeben ist, geniesst das Festival da Jazz mit Herrn Garbarek Gastrecht im prächtigen Rondo Pontresina.

Als Sohn eines ehemaligen Polnischen Kriegsgefangenen und einer Norwegischen Bauerntochter wuchs Jan Garbarek – in der Kindheit noch als Staatenloser – in Norwegen auf. Coltrane prägte ihn ebenso wie George Russel. Letzter verzauberte Garbarek vollends, als er den jugendlichen Jan plötzlich auf einer Bühne des Molde-Festivals unterstützte.

Eine ganz andere Facette seines Schaffens ist geprägt von seinem ausgeprägten Interesse an nordischer Folklore-Musik.

Aus dieser Vermengung kochte Garbarek – seinerseits Aushängeschild des grossen ECM-Labels – seine ganz eingene musikalische Suppe. Stetig erklimmt er in den 80er und 90er Jahren den Olymp des Jazz, auf welchem er auch heute noch thront. Den Götterberg führen wir nicht im Oberengadin, doch wir sind überzeugt, dass Jan Garbarek die Bündner Berge für einen weiteren Absprung zum fortgesetzten Höhenflug nutzen kann.

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