«Näher ran an Nigel Kennedy kommen Sie bloss, wenn Sie in seiner Band spielen»

Von Festival da Jazz
7.5.18

Es gab eine Zeit, da galt für den Dracula’s Ghost Rider Club in St. Moritz, was stets in der Playboy-Mansion gegolten hatte: «What happens at Dracula’s stays at Dracula’s.» Der sagenumwobene Club – gegründet von Gunter Sachs himself – war stets der Treffpunkt der Reichen und teilweise Schönen im Oberengadin. Exklusiv und unerreichbar. Doch seit 2008 öffnet der Club seine heiligen Pforten für das Festival da Jazz St. Moritz.

In diesem unvorstellbar intimen Rahmen waren in den letzten zehn Jahren Grössen wie Al Jarreau, Diana Krall, Nigel Kennedy, Dee Dee Bridgewater und viele mehr zu sehen

Der Club verlor dadurch aber keineswegs sein Flair. Jeden Sommer spielen hier knapp fünf Wochen lang die grössten internationalen Jazz Stars. Sie erfüllen den knorrigen Holzbau mit grandioser, inspirierender Musik. Nicht für Auserwählte, sondern für jedermann und jedefrau. Und erst recht nicht für die Oberen Zehntausend. Denn Platz bietet der Club bloss für ca. 150 Gäste. In diesem unvorstellbar intimen Rahmen waren in den letzten zehn Jahren Grössen wie Al Jarreau, Diana Krall, Nigel Kennedy, Dee Dee Bridgewater und viele mehr zu sehen.

Und dabei sitzt oder steht kein Gast mehr als sieben Meter von der Bühne entfernt. Ganz so, als hätte Gunter Sachs nie an etwas anderes gedacht, als hier den perfekten, kleinen Jazz-Club zu etablieren. Diese unmittelbare Nähe ist die Magie des Festival da Jazz. Die Gäste sitzen im Dracula’s nicht bloss auf Augenhöhe mit den Künstlern, sie können quasi jede Schweissperle einzeln zählen auf der Stirn einer engagierten Sängerin. Und die Künstler lieben die dichte Atmosphäre, die Unmittelbarkeit, welche sie nur noch selten erleben auf ihren Touren um die Welt. Das nennen wir mal ein «Win-Win-Szenario»

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